Prignozert

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Prignozert
Prignozert.jpg
Allgemeine Informationen
Motto Alle für Toleranz
Veranstalter Jugendinitiative "Es passiert!"
Ort Alte Ölmühle Wittenberge
Genre Punk, Rock, Hip Hop
Website prignozert.de
Besucherzahlen
2000 ca. 300
2001 ca. 1000
2003 ca. 800
2004 ca. 1100
2005  ?
Vorherige Veranstaltungsorte
2000 Burg Stavenow
2001 Sportplatz Dergenthin

Das Prignozert war ein jährlich veranstaltetes Festival in der Prignitz.


Geschichte

Das Prignozert existiert seit dem Sommer 2000. Damals begann alles mit der Idee einiger Jugendlicher aus dem Landkreis Prignitz ein Festival für junge Leute auf die Beine zu stellen. Grundgedanke war es, ein Musikevent unter dem Motto „Prignozert – Alle für Toleranz“ zu schaffen.


Das erste Festival fand am 18. August 2000 auf der Burg Stavenow statt. Neben bekannten und erfolgreichen Bands wie „Die Schnitter“ bekamen auch Nachwuchsbands aus der Umgebung die Möglichkeit vor größerem Publikum zu spielen. Insgesamt kamen 300 Besucher zu der Veranstaltung. Am Nachmittag begann das Programm mit der Vorstellung einiger jungen Künstler aus der Prignitz, die Gedichte aus eigener Feder präsentierten. An Informationsständen der „Opferperspektive“ und „Weißer Ring“ konnten sich die Besucher mit der Arbeit der beiden Institutionen vertraut machen.


Im darauf folgenden Jahr änderte sich nicht nur die Dauer des Festivals sondern auch die Organisationsstruktur der Veranstalter. Aus einer eher losen Zusammenarbeit hatte sich eine feste Organisation mit individueller Aufgabenverteilung auf verschiedene Personen herausgebildet. Das Prignozert 2001 fand unter demselben Motto am 24. und 25. August 2001 auf dem Sportplatz Dergenthin statt. Nach bewährtem Konzept spielten an beiden Abenden Bands wie „Dritte Wahl“ und „Mutabor“ neben Nachwuchsbands wie „Traumfabrik“ aus Perleberg. Zum Rahmenprogramm gehörten eine Sprayerwand, die jungen Graffiti-Künstlern aus der Prignitz zur Verfügung gestellt wurde, eine Lesung der Nachwuchsdichter Marco Beckendorf und Anja Grabow sowie eine Lesung von Hermann Koell. Der Autor berichtete über seine Jugend zur Zeit des Nationalsozialismus. Auch Bildungsminister Reiche ließ es sich nicht nehmen und kam zur Eröffnung der Veranstaltung. An beiden Tagen kamen ca. 1000 Besucher zu unserer Veranstaltung. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass sich an den angebotenen Fußballspielen am Nachmittag auch Jugendliche des Perleberger Asylbewerberheims beteiligten.


Für die Planung des Prignozert 2002 wurde eine feste Organisationsgruppe bestehend aus 8 Personen gebildet. Hierbei sei aber erwähnt, dass neben dem Organisationsteam auch eine größere Zahl freiwilliger Helfer zum Gelingen jedes bisherigen Festivals wesentlich beitrug. Trotz intensiver Planung und Vorbereitung, fiel das Prignozert 2002 aufgrund der Hochwasserkatastrophe, von der auch die Prignitz betroffen war, ins sprichwörtliche Wasser.


Ähnliche Probleme gab es beim Prignozert 2003 nicht. Mit demselben Organisationsteam und den bereits erwähnten zahlreichen, freiwilligen Helfern konnte am 29. und 30. August 2003 das nunmehr dritte Prignozert auf dem Ölmühlgelände in Wittenberge stattfinden. Das Rahmenprogramm wurde um einen Kunstwettbewerb zum Thema der Veranstaltung erweitert. An ihm beteiligten sich Schüler des Gottfried–Arnold-Gymnasiums in Perleberg. Die angefertigten Arbeiten, u.a. Bilder und Skulpturen, wurden auf dem Festivalgelände ausgestellt. Weiterhin konnte man sich in einem Zelt auf dem Gelände die Ergebnisse einer Fernsehumfrage ansehen. In der Umfrage, die im Vorfeld von Mitgliedern des Organisationsteams produziert wurde, äußerten sich Prignitzer Bürger zum Thema Toleranz. Neben Auftritten von Nachwuchskünstlern und Bands spielten am Freitagabend unter anderem auch die Berliner Senkrechtstarter „Wir sind Helden“.

Trotz schlechten Wetters kamen an beiden Tagen insgesamt rund 800 Besucher auf das Festivalgelände. Die zahlreiche Teilnahme und der jährlich wachsende Zuspruch der Jugendlichen zeugt davon, wie groß das Interesse für alternative Veranstaltungen in unserer Region ist. So entwickelte sich im November 2003 aus dem Prignozert- Team die Jugendinitiative „Es passiert!“. Im Namen der Jugendinitiative sollen nun mehrere Projekte im Jahr geplant und umgesetzt werden.


Das Prignozert 2004 fand am 23. und 24. Juli 2004 wie im vergangenen Jahr auf dem alten Ölmühlengelände in Wittenberge statt. Das musikalische Programm erstreckte sich wieder von Rock über Metal und Punkrock bis hin zu Ska, Reggae und HipHop und bot so eine abwechslungsreiche und farbenfrohe Vielfalt. Auf dem Konzert-Areal wurde im Rahmen eines Workshops eine Sprayerwand bereitgestellt, die interessierte Besucher zusammen mit 4 geübten Sprayern aus Perleberg und Wittenberge gestalten konnten. Auch Stände der PDS und Jusos, die sich mit dem Motto „Alle für Toleranz“ identifizieren, waren auf dem Platz vertreten. Mit Tansparenten, die die Ruinenkulisse schmückten, wurde mit Zitaten zum Nachdenken angeregt. Doch im Mittelpunkt der zwei Tage stand die Musik. 17 Bands sorgten an beiden Tagen für eine ausgelassene Stimmung unter den rund 1100 begeisterten Besuchern. Mit dabei waren so bekannte Bands wie „Culcha Candela“, „Bushido“ oder „Knorkator“. Ein besonderes Highlight war der Auftritt der New Yorker Rock´n Roll- Band „Slick Fitty“, die derzeit durch Europa tourten. Aber auch Nachwuchsbands aus der Region, wie „Katapuls“ oder „Soulfightazz“ hatten ihre Chance bekommen, sich live vor Publikum zu präsentieren.

Für die Organisatoren und 35 freiwilligen Helfer, übrigens alle im Ehrenamt und mit Spaß und Einsatz bei der Sache, wie auch für die Künstler und Besucher war es eine gelungene Veranstaltung.


Wegen schwindender Besucherzahlen sollte das Prignozert 2005 das letzte sein.


Line-Ups

Datum Ort Bands / Künstler
18.08.2000 Burg Stavenow Vicki Vomit, Crushing Caspars, Die Schnitter, Dream Driver, Scrap
24.-25.08.2001 Sportplatz Dergenthin Dritte Wahl, Mutabor, Vicky Vomit, Crushing Caspars, Blumen im Müll, Grundwasser, PBC,Traumfabrik
2002 Alte Ölmühle Wittenberge Brothers Keepers, Mutabor, Scrap, Big Banders, Steinzart, Soulfightazz, Cantare, Fake, Souldaten, Bios, Blumen im Müll
29.-30.08.2003 Alte Ölmühle Wittenberge Wir sind Helden, Die Schnitter, The Narcicists, Fake, Scrap, Bios, Cantare, Soulfightazz
23.-24.07.2004 Alte Ölmühle Wittenberge Knorkator, Culcha Candela, Bushido, Moabeat, Ska-T, Drunk Milk, SEK, Katapuls, Schmerz-Patient, One Fine Day, Unsanft, Weeßick, No Agree, Slick Fitty, Entrophy, Soulfightazz, Prignitz Pöbel
22.-23.07.2005 Alte Ölmühle Wittenberge Dritte Wahl, Such A Surge, Lochfraß, Crushing Caspers, 44 Leningrad, ANA, Circle of Grin, Nexus, Greedy Bees, Ska-T, Sofaplanet, Mis-en-scene, Pinboys, Blackminded, Red Fuse, Entrophy, The Di$e, Orpheé, One Fine Day, Nekropolis


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