Sandow

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Sandow
Allgemeine Informationen
Herkunft Cottbus
Genre Post-Punk, Art-Punk, Alternative Rock
Gründung 1982, 2005
Auflösung 1999
Website sandow.de
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre, RMX
Kai-Uwe Kohlschmidt
Bass, Cello, Gesang
Tilman Fürstenau
Schlagzeug
Tilman Berg
Gitarren, Gesang, Presslufthammer, Motorsäge
Chris Hinze
Visuals
Jo Fabian

Sandow ist eine Musikband, die 1982 in Cottbus gegründet wurde. Sie ist nach dem gleichnamigen Cottbuser Stadtteil benannt. Bekannt wurden Sandow unter anderem durch die Mitwirkung im DDR-Dokumentarfilm flüstern & SCHREIEN – Ein Rockreport.

Geschichte

Gegründet wurde die Band 1982 durch die Schüler Kai-Uwe Kohlschmidt und Chris Hinze, die Formierung zu einer festen Band dauerte aber noch mehrere Jahre mit wechselnden Besetzungen. Benannt wurde die Band nach einem Stadtteil ihrer Heimatstadt Cottbus. In dem Film flüstern & SCHREIEN ist die frühe Phase von Sandow dokumentiert. Den Paradigmenwechsel der DDR-Kulturpolitik hin zur Akzeptanz des Untergrundes – verkörpert durch die "Bewegungen" der "anderen Bands" und dem Punk in der DDR – begleiteten Sandow durch Beiträge auf dem Kleeblatt-Sampler "Die anderen Bands" neben Feeling B, Hard Pop und WK 13. Die Band schaffte es auch, 1988 für die staatliche Plattenfirma AMIGA eine LP aufzunehmen ("Stationen einer Sucht"), jedoch waren Text und Musik für die Kulturfunktionäre so brisant (nicht zuletzt durch das Spottlied "Born in the GDR"), dass die Platte erst in der Wendezeit 1990 in die Läden gelangte.

Kurz nach der Grenzöffnung im Herbst 1989 reisten Sandow nach West-Berlin, spielten und siegten beim Senats-Rock-Wettbewerb. Nach der Wiedervereinigung wandten sich Sandow textlich und musikalisch neuen Horizonten zu, u.a. Theater- und Hörspielmusik, Trommelperformances u.ä., konnten aber trotz (oder wegen) ihres hohen künstlerischen Anspruches an die Erfolge ihres Wendehits außerhalb ihrer Heimat in den neuen Bundesländern nie so richtig anknüpfen. 1999 löste sich die Band zunächst auf, wurde aber 2005 in leicht veränderter Besetzung wiederbelebt.

Diskografie

  • 1990: Stationen einer Sucht
  • 1990: Der 13. Ton
  • 1991: KänGuru (Theaterproduktion)
  • 1992: Fatalia!
  • 1994: Schluß mit dem Gottesgericht (Hörspiel)
  • 1995: Anschlag
  • 1996: Zone (Promotion-CD)
  • 1997: BORN
  • 1998: Stachelhaut
  • 2007: Kiong – Gefährten der Liebe
  • 2008: Sandow live (Doppel-DVD)
  • 2012: Im Feuer (Hörspiel)

Samplerbeiträge

  • 1988: Kleeblatt No. 23: die anderen Bands (Wir, Fliegen, Er ist anders)
  • 1989: Parocktikum (Schweigen und Parolen)
  • 1989: Rock Bilanz (Schweigen und Parolen)
  • 1990: Systemausfall (Born in the GDR)
  • 1995: New Industries (Nac)
  • 1995: Das Beste aus der DDR – TEIL 3 / KULT (Born in the GDR)
  • 1997: Das Beste aus der DDR (Born in the GDR)
  • 1999: Auferstanden aus Ruinen (Schweigen und Parolen, Born in the GDR)
  • 1999: Pop 2000 – 50 Jahre Popmusik und Jugendkultur in Deutschland (Born in the GDR)
  • 2004: Die DT64-Story Vol. 7 (Born in the GDR)
  • 2004: Protestsongs.de (Born in the GDR)
  • 2009: der OSTenROCKt (Born in the GDR)
  • 2011: Gothic Visons III (Krieg)
  • 2011: Die künstlichen Paradiese (Sei trunken)
  • 2013: Smiling Shadows (MAN8 du strahlst)

Literatur

weitere Tätigkeiten

Mitglieder der Band sind/waren auch in anderen Bands tätig:

Weblinks